Tipps

Was mache ich, wenn nichts geht?
Nichts geht! Ich kann klopfen, wie ich will, es tut sich nichts! Bei mir funktioniert EFT nicht. Mein Problem kommt immer wieder!

Diese Aussagen kommen auch vor. Das ist aber kein Grund zur Panik, denn die meisten "Klopf-Versager" haben Ursachen, die sich abstellen lassen.

Mögliche Ursachen für einen Misserfolg können sein:

> Innere Sabotage & Einwände

- vor allem blockierte Selbstliebe, Selbstannahme, Resignation, die Überzeugung, dass so eine einfache Methode bei einer schweren Belastung doch nichts bringen kann.

Maßnahmen: nach den Ursachen der Inneren Widerstände suchen und die passenden Inneren Sabotage-Sätze klopfen

> systemische Verstrickungen

die leider für einen Laien nicht so ohne weiteres erkennbar sind. Es scheint eine innere Instanz in uns zu geben, die uns nicht erlaubt, dass wir glücklich sind, wenn jemand in unserem Familiensystem ein schweres Schicksal erlitten hat, das nicht genug gewürdigt wurde. Im tiefsten Inneren erlauben wir uns dann nicht, das Leben völlig zu nehmen, wenn z.B. Vater oder Onkel oder Großvater im Krieg gefallen ist, oder Geschwister früh gestorben sind. Das ist uns aber in der Regel nicht bewusst. Schauen Sie, wo es mögliche Wiederholungen von Schicksalen wie Krankheit, Scheitern, Trennungen, Unfälle, etc. in Ihrer Familie gibt.

Maßnahmen: Familienaufstellung, EFT-Sätze, die entsprechend den systemischen Gegebenheiten formuliert sind

> Umwelttoxine

Das kann alles mögliche sein, Lösungsmittel, Elektrosmog und Lebensmittelzusätze, von der Marmelade angefangen bis hin zum Teppich oder dem neuen Baumwollhemd. Besonders zu erwähnen ist hier Weizen, der einer der heftigsten Blockierer ist und sehr oft mit Ursache für Allergien.

Maßnahmen: an einem anderen Platz zu einer anderen Zeit probieren, unter der Dusche ohne Verwendung von Seife klopfen, eine Zeitlang Weizen und Weizenprodukte meiden, auch Weizenkeimöl etc, mögliche Allergien klopfen, Elektrosmog vermeiden oder ausschalten. Mehr dazu hier: Elektrosmog

> Einstimmungssatz zu allgemein oder nicht treffend genug formuliert

Um bei dem Beispiel mit der Angst vor Mäusen zu bleiben, kann es sein, dass Ihre eigentliche Angst gar nicht vor einer Maus an sich ist, sondern dass eine plötzlich an Ihnen hoch krabbeln könnte. Dann wird sich wenig ändern, wenn Sie die Angst vor Mäusen klopfen.

Maßnahmen: genau spezifizieren, was Ihr Problem ist. Manchmal muss man dazu ein bisschen herum experimentieren. Am besten alles aufschreiben, was Ihnen zum Thema einfällt, es auf der Stress-Skala einordnen und das mit der höchsten Punktzahl zuerst klopfen. Die Einstimmungssätze so emotional wie möglich sagen.

> von einem Thema zum anderen springen

Gerade am Anfang der Arbeit mit EFT kann es passieren, dass tausend Dinge hoch kommen und geklopft werden wollen. Wir lassen uns dann gerne verleiten, von einem Ding zum nächsten zu springen, anstatt ein Thema erst gründlich zu Ende sprich auf Null zu bringen, bevor wir das nächste angehen. Es kann auch sein, dass wir dadurch unbewusst einer wirklichen Lösung des Problems aus dem Weg gehen wollen.

Maßnahmen: bei einem Thema bleiben und es auf null bringen, bevor das nächste angegangen wird. Dinge, die beim Klopfen hochkommen und sich in den Vordergrund schieben wollen, aufschreiben und ihnen damit quasi signalisieren: okay, ich habe euch bemerkt, ihr kommt auch dran, etwas Geduld bitte. Das Aufschreiben hält den Fokus klarer und es lässt sich besser Wichtiges von Unwichtigerem unterscheiden.

Den möglichen Inneren Einwand klopfen: "Auch wenn ich unbewusst die Lösung meines Problems vermeiden will, indem ich von einem Thema zum anderen springe, liebe und akzeptiere ich mich zutiefst und vollständig so wie ich bin.

> eine energetische "Umpolung" im Körper

Manchmal sagen wir zu jemand: Der ist verdreht! Diese energetische "Verdrehung" hat den Effekt, dass quasi der Körper Positives als Negativ einstuft und umgekehrt. Das lässt sich leicht beheben.

Maßnahmen: Schlüsselbeinatmung, Gehirnbalance-Übung

Die Schlüsselbeinatmung (Callahan, 1990) kann eine vorhandene neurologische Desorganisation aufheben und ist schnell und einfach durchgeführt.

Halten Sie bei dieser Übung die Ellbogen und Arme unbedingt vom Körper weg! Sie berühren den Körper NUR jeweils mit den Fingerspitzen und danach mit den Fingerknöcheln.

Legen Sie zwei Finger der rechten Hand auf den rechten Schlüsselbeinpunkt direkt neben dem Brustbein (Niere 27). Mit zwei Fingern der linken Hand klopfen Sie ununterbrochen den Gamut -Punkt (auf dem Handrücken) während Sie die folgenden Atemübungen ausführen:

Normal atmen 7 Klopfschläge.
Ganz einatmen und den Atem 7 Klopfschläge anhalten.
Halb ausatmen und den Atem 7 Klopfschläge anhalten.
Ganz ausatmen und den Atem 7 Klopfschläge anhalten.

Halb einatmen und den Atem 7 Klopfschläge anhalten.
Normal atmen 7 Klopfschläge.

Nun legen Sie zwei Finger der linken Hand auf den linken Schlüsselbeinpunkt und wiederholen die Prozedur wie oben beschrieben, während Sie den Gamut-Punkt klopfen.

Dann machen Sie mit den Fingern der rechten Hand eine Faust um Ihren rechten Daumen und klopfen mit Zeige- und Mittelfingerknöchel auf den rechten Schlüsselbeinpunkt, während Sie die Atemfolge durchführen.

Wiederholen Sie die das mit der linken Faust, während Sie mit der anderen Hand den Gamut-Punkt klopfen.


Balanceübung
Die Balance-Übung stammt aus der angewandten Kinesiologie und integriert beide Gehirnhälften miteinander.

1. Kreuzen Sie die Füße übereinander in Höhe der Fußknöchel

2. Strecken Sie beide Arme nach vorne aus

3. Kreuzen Sie die Arme in Höhe der Handgelenke genau umgekehrt wie die Füße: rechter Fuß über linkem Fuß = linke Hand über rechte Hand

4. Drehen Sie die Hände so, dass die Handflächen zueinander zeigen und verschränken Sie die Finger miteinander

5. Drehen Sie die Hände in Richtung Brustbein bis sie unterhalb des Kinns auf der Brust liegen

6. Sobald die Hände dort angekommen sind, atmen Sie durch die Nase ein, während die Zungenspitze den Gaumen direkt hinter den vorderen Schneidezähnen berührt. Atmen Sie durch den Mund aus, während Ihre Zunge jetzt auf dem Mundboden liegt.

7. Danach zwei Minuten entspannt normal weiter atmen und dabei an etwas denken, was für Sie Gleichgewicht symbolisiert oder einfach das Wort Gleichgewicht denken.

8. Danach entspannt "entknoten"


Ich spüre nichts!
Manchen Menschen fällt es schwer, überhaupt etwas zu spüren oder den Stressgrad zu bestimmen. Wir sind so gewöhnt, unsere linke logisch rationale Gehirnhälfte zu nutzen und haben oft so wenig Gefühl für unsere körperlichen Wahrnehmungen oder für feinere Veränderungen, dass wir das erst wieder trainieren müssen.

Mögliche Ursachen für "Ich spüre nichts!" können sein

> überhöhte bzw. falsche Erwartungshaltungen

Wir erwarten den Big Bang und sind enttäuscht, dass er nicht kommt. Oder wir stellen uns eine bestimmte Form der Erleichterung vor und wenn sie in der erwarteten Form nicht eintritt, denken wir, es hat sich überhaupt nichts getan!

Maßnahmen: auf kleine Zeichen achten, d.h. auch kleine Änderungen im allgemeinen emotionalen Druckgefühl registrieren. Auch Nebenreaktionen beobachten, wie z.B. ein Seufzer zwischendurch, Veränderungen in der Atmung.

> mangelnde Aufmerksamkeit auf Körperreaktionen

- oft stellen sich während des Klopfens körperliche Reaktionen ein, z.B. ein tiefer Atemzug oder ein Seufzer, es können uns kühle Schauer überlaufen oder wir bekommen eine Gänsehaut. Möglicherweise fängt es auch im Körper an zu kribbeln oder es wird uns warm. Das kann in der Intensität sehr unterschiedlich sein.

Maßnahmen: vor und nach dem Klopfen den Körper spüren: wo sitzen Spannungen? Wo spüre ich das negative Gefühl? Wie äußert sich das im Körper? Wie ist die Atmung? Wie ist die allgemeine Spannung besonders im Bereich des Solarplexus?

Nach dem Klopfdurchgang spüren, was hat sich an den einzelnen Stellen geändert? Atmung? Seufzen? Müdigkeit? Veränderung von Symptomen?

> Innere Sabotage - Innere Einwände

Ein weiterer Grund dafür, nichts zu spüren kann sein, dass das ursprüngliche Trauma so stark war, dass wir beschlossen haben nie wieder einen solchen Schmerz wie damals erleben zu wollen. Wir haben uns buchstäblich ausgeschaltet! Was aber zum Zeitpunkt des Traumas vielleicht gut und richtig war, ist später ein Hindernis, weil es uns auch vom Fühlen der Freude und anderen schönen Dingen abhält.

Maßnahmen: Die Inneren Einwände klopfen

"Auch wenn ich beschlossen habe, mein Fühlen auf Null zu fahren, um den Schmerz / das Trauma nicht wieder / mehr spüren zu müssen, liebe und akzeptiere ich mich zutiefst und vollständig so wie ich bin."



Es ändert sich nichts!
Auch das passiert ab und an. Mögliche Ursachen können sein:

> Innere Sabotage - Innere Einwände

Darf sich was ändern? Was verliere ich womöglich / was befürchte ich unbewusst, wenn ich das Problem nicht mehr habe? / ich mich ändere?

Manchmal empfinden wir unsere Probleme als gute Freunde, als eine verlässliche Konstante in unserem Leben und wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es ist, dieses Problem nicht mehr zu haben. Viele Menschen glauben auch, wenn sie keine Probleme mehr haben, würde sich niemand mehr um sie kümmern. Sie haben nicht gelernt, dass Zuwendung auch ohne Opferhaltung möglich ist. Oft sind wir darauf konditioniert, dass es als selbstverständlich und nicht weiter beachtenswert hingenommen wird, wenn wir auf eine bestimmte Weise funktionieren und wir stecken dann so in der Erfüllung dieser Erwartungshaltung, dass wir glauben, nur über den Weg eines Leidens dürften wir unser Bedürfnis nach Zuwendung und auch mal schwach sein dürfen nachgeben.

Maßnahmen: die zugrunde liegenden Sabotage-Sätze klopfen

Auch wenn ich Angst davor habe, keine Zuwendung mehr zu bekommen, wenn ich mein Problem nicht mehr habe, liebe und akzeptiere ich mich zutiefst und vollständig so wie ich bin.

> zu hohe oder zu niedrige Erwartungshaltung

Das MUSS sich jetzt sofort genau so ändern wie ich das erwarte! Das soll jetzt SOFORT TOTAL VERSCHWINDEN! Die Enttäuschung ist dann groß, wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird. Oft wird dann gesagt: siehste, hab´s ja gleich gesagt, das funktioniert auch nicht!

Manchmal ist es auch genau umgekehrt, dann nehmen wir bei näherem Hinsehen wahr, dass wir gar nicht wirklich erwarten, dass sich etwas ändert. Wir sagen es zwar, aber wir stehen nicht dahinter. Das kann verschiedene Ursachen haben. Eine der häufigsten ist die Konditionierung, dass wir gefälligst bescheiden sein müssen und vor allem Frauen nicht oder zu wenig dazu erzogen werden, für ihre Recht und Bedürfnisse einzutreten.

Maßnahmen: Frage, woran würden Sie erkennen, dass Ihr Problem definitiv gelöst ist? Was würde sich dadurch verändern in Ihrem Leben? Was HAT sich schon verändert? Auf die KLEINEN Veränderungen achten und sich an ihnen freuen. Von Note Sechs auf Note Fünf ist auch eine Verbesserung!!!! Wir werten sie nur nicht als solche, aber sie ist genauso ein großer Schritt in die richtige Richtung wie von einer Drei auf eine Zwei zu kommen!

Genau hin spüren: erwarte ich WIRKLICH eine Veränderung? Oder bin ich insgeheim der Überzeugung, dass sich so viel ja gar nicht erwarten darf?

> Das Problem kommt immer wieder hoch

Mögliche Ursache kann sein, dass der eigentliche Kernpunkt noch nicht genau getroffen wurde. Oder dass es so ein komplexes Thema ist, dass zuerst viele Aspekte bearbeitet werden müssen, bevor Ruhe einkehrt.

Maßnahmen: Genau beobachten, was passiert. Kommt wirklich GENAU dasselbe hoch oder sind es veränderte Aspekte eines Themas? Um was geht es wirklich? Auch hier hilft wieder alles aufzuschreiben ohne es zu zensieren! Es ist ein Unterschied, die einzelnen Aspekte schwarz auf weiß vor sich zu haben oder das Ganze nur gedanklich im Kopf zu jonglieren. Oft sieht man dann viel eher, wo der Hase wirklich im Pfeffer liegt und kann sich hin zur Lösung klopfen.

Wenn man allerdings partout allein nicht weiter kommt, ist es ratsam das Thema entweder auf einen anderen Tag verschieben oder jemand um Begleitung bitten, da die Betriebsblindheit um so größer ist, je verbissener man an etwas ran geht.

Dazu noch ein paar Bemerkungen:
Robert Dilts, ein sehr bekannter und bahnbrechender NLPler, schreibt in seinem Buch "Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit - NLP Veränderungsarbeit" (Junfermann Verlag) über das Thema Glaubenssätze Folgendes:

* Zielerwartung = "Sie glauben daran, dass Ihr Ziel erreichbar ist"

=> keine Zielerwartung = Hoffnungslosigkeit = handlungsunfähig

* Selbstwirksamkeits-Erwartung = "Sie glauben daran, dass es möglich ist, das Ziel zu erreichen und Sie glauben, dass Sie haben, was immer Sie brauchen, um zu Ihrem Ziel zu gelangen"

=> keine Selbstwirksamkeits-Erwartung = Hilflosigkeit =
handlungsunfähig

* Reaktions-Erwartung = das, was Sie als Resultat Ihrer Aktivitäten in einer bestimmten Situation - Negatives oder Positives - erwarten" (auch Placebo-Effekt)

=> negative Reaktions-Erwartung = handlungsunfähig

"Viele Glaubenssätze haben mit Erwartungen zu tun. ... , wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Ziel auf Sie wartet, wenn Sie die Arbeit mit Ihrem Problem geschafft haben, oder, wenn Sie nicht glauben, dass Sie das haben, was Sie brauchen, um Ihr Ziel zu erreichen, werden Sie nicht tun, was nötig und wichtig ist, um Ihr Ziel zu erreichen."

Soweit Robert Dilts. Daraus ergibt sich ein sehr wirkungsvoller Satz:

"Auch wenn ich eine generell niedrige Erwartungshaltung an die Erfüllung meiner Wünsche und Ziele habe, akzeptiere ich mich zutiefst und vollständig so wie ich bin."

Wenn alle Stricke reißen...
Manchmal sind Widerstände sehr hartnäckig, so sehr wir uns auch bemühen. Das ist eine Erfahrung, die ich selbst immer wieder mache, sowohl mit Klienten als auch mit mir selbst. Die Ursache kann darin liegen, dass die Veränderungen im Energiesystem unseres Körpers und die entsprechenden Änderungen in den feinstofflichen Körpern noch nicht synchronisiert wurden. Das betrifft besonders grundsätzliche Lebensthemen, die nicht nur den Emotionalkörper betreffen, sondern sich darüber hinaus in die Mental- und Kausalebene erstrecken.

Um die tief eingefressenen Muster in diesen feinstofflichen Körpern zu löschen, setze ich primär Blütenessenzen ein, die eine Umprogrammierung der Muster auf diesen Ebenen in eine positive Richtung bewirken. Zudem ist ein weiteres sehr kraftvolles Werkzeug zur weiteren Bewusstwerdung und Klärung der feinstofflichen Ebenen bis hinunter in den physischen Bereich die Palette des Aura-Soma Farbpflegesystems. Welche kraftvolle Wirkung die Kombination von EFT und Farben auch auf der physischen Ebene hat, erlebe ich in meiner Arbeit immer wieder!

Damit dürfte einer erfolgreichen Anwendung von EFT fast nichts mehr im Wege stehen, auch wenn diese Ausführungen längst nicht alle Aspekte abdecken.

Bleiben Sie beharrlich und experimentieren Sie!

Viel Erfolg!

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