Klopfanleitung

Die EFT Anwendung Schritt für Schritt

Eine vertiefte Anleitung in die Technik finden Sie auch auf unserer DVD "EFT lernen & anwenden

1. Problem - Sie benennen Ihr Problem - Wichtig: Welches Gefühl ruft es JETZT in Ihnen hervor?

2. Stress-Skala- Sie bewerten den Stress, den Sie mit Ihrem Problem und dem Gefühl haben

3. Einstimmungssatz - Sie bilden den passenden Einstimmungssatz dazu, in dem Sie das GEFÜHL beschrieben: "Auch wenn ich dieses Gefühl habe, bin ich okay so wie ich bin.

4. Einstimmung - Sie sagen den Einstimmungssatz 1-3 x laut, während Sie den Handkantenpunkt klopfen oder den wunden Punkt reiben

5. Klopfdurchgang - Klopfen der angegebenen Punkte mit den Erinnerungssätzen

6. Stress-Skala - was hat sich verändert?

1. Das Problem - Die Einstimmung (Setup)

Zunächst legen Sie fest, welches Problem Sie bearbeiten möchten.

Beispiel: Ihr Nachbar hat eine großen Hund, an dem Sie jeden Morgen vorbei müssen.

2. Das GEFÜHL, was das Problem JETZT auslöst

Was löst es in Ihnen aus, wenn Sie an den Hund vorbei gehen müssen? Angst? Wut? Ärger? Frust? Druck im Magen oder in der Brust? Beine zittern? Benennen Sie das GEFÜHL möglichst treffend, egal ob psychisch oder körperlich. Diese GEFÜHL wird geklopft!

Da für den Erfolg wichtig ist, dass das Gefühl, welches das Problem in Ihnen JETZT auslöst, die ganze Zeit im Bewusstsein ist, wird es in einem Einstimmungssatz formuliert und laut gesprochen:

"Auch wenn ich diese Angst vor Hunden habe, bin ich völlig okay."

WICHTIG: Die Problemaussage soll so formuliert werden, dass sie für Sie stimmig ist und das negative Gefühl möglichst direkt und ehrlich wieder gibt.

Je intensiver, lebendiger und mit Gefühl Sie den Satz formulieren, desto wirksamer!

3. Die Stress-Skala

Bevor Sie mit dem Klopfen beginnen, schätzen Sie die Intensität Ihres negativen Gefühls auf einer Skala von 0 bis 10 ein (0 = kein Problem, 10 = sehr schlimm!), damit Sie auch sehen können, welchen Erfolg Sie damit haben.

Nehmen Sie dabei die erste Zahl, die Ihnen in den Sinn kommt. Alternativ können Sie auch Ihre Arme ausbreiten, Arme ganz weit auseinander = Stress-Intensität am größten, Hände zusammen = Stress-Intensität auf null.

Die Stress-Skala ist kein Muss, vor allem dann nicht, wenn Sie dadurch wieder aus dem Gefühl "geschossen" werden. Lieber gleich klopfen, das bringt mehr!

4. Der Einstimmungssatz

In der Regel streben wir bewusst nach positiven Veränderungen, aber manchmal verhindern unbewusste Blockaden, dass sich etwas tut. Dieses Phänomen nenne ich Innere Einwände, da sie irgendwann einmal eine Berechtigung hatten, aber jetzt nicht mehr stimmen, sondern eher hemmend wirken. Mehr darüber finden Sie hier.

Darum kombinieren wir im Einstimmungssatz die Aussage über das Problem

"Auch wenn ich diese furchtbare Angst vor Hunden habe,..."

mit einer positiven Aussage:

"...bin ich okay so wie ich bin."

"Auch wenn ich diese furchtbare Angst vor Hunden habe (oder irgendein anderes Problem), bin ich okay so wie ich bin."

Diese Einstimmungssätze können Sie weglassen, wenn Sie in einem akuten deutlichen Gefühl sind!

5. Der Klopfdurchgang

Klopfen Sie jetzt mit zwei Fingern Ihren Handkantenpunkt (8) oder reiben Sie sanft den Wunden Punkt und sagen Sie dabei ein - dreimal laut:

"Auch wenn ich dieses... (GEFÜHL) ...habe, bin ich okay so wie ich bin."

Wenn Sie über den positiven Teil stolpern, sagen Sie es erst einmal mit besonderem Nachdruck, auch wenn Sie es nicht glauben. Später gibt es mehr dazu!

Die Klopfpunkte

AI - Augenbrauen innen - rechts und links von der Nasenwurzel: Meine Angst vor Hunden!

AA - Augen außen - auf dem Knochen auf den Lachfältchen: Ich habe so eine Schisse, die könnten mich wieder beißen!

UA - Unter dem Auge - auf dem knöchernen Rand: Wenn so ein Köter auf mich zukommt, wird mir schon wieder ganz flau!

UN - Unter der Nase: Der hat mich damals so böse erwischt!

KF - Kinnfalte - unterhalb der Unterlippe: Das hat so weh getan!

SB - Schlüsselbeinpunkte - zwischen Schlüsselbein und erster Rippe rechts und links direkt am Brustbein: Ich hatte keine Chance gegen das Vieh!

UA - Unter dem Arm - seitlich am Körper, ca. 10 cm unterhalb der Achselhöhle: Der ist einfach hochgesprungen und hat mich gebissen!

HG - Handgelenk - quer übers Handgelenk klopfen: Dabei hab ich gar nichts gemacht!

KP - Kopfpunkt - da wo der Kopf in den Hinterkopf übergeht: Das war furchtbar!

AUSATMEN!

AUSATMEN!

Noch etwas zu den Punkten

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, die angegebenen Akupunkturpunkte an Ihrem Körper zu finden. Sie sind meist etwas druckempfindlicher als der umliegende Bereich. Es muss nicht 100% exakt sein - EFT wirkt auch so!

Klopfen Sie je etwa 7 - 10 mal jeden der Punkte mit zwei Fingern (Welche Seite Ihres Körpers Sie beklopfen, spielt keine Rolle) und sprechen dabei jeweils laut eine Kurzversion Ihres Einstimmungssatzes, z. B. "Meine Angst vor Hunden" oder "Dieser Ärger", damit Sie während dem Klopfens in dem Gefühl bleiben.

Atmen Sie tief aus und spüren Sie nach, wie Sie sich jetzt fühlen.

Muss nicht, aber kann: Die Gamut-Übung

Die Gamut-Folge oder auch Gehirnbalance genannt, dient der Vertiefung der Wirkung der Behandlung durch wenige kurze Übungen zur Koordination der beiden Gehirnhälften. Sie wird mittlerweile nicht mehr so oft eingesetzt, ist aber sehr wirkungsvoll. Sie können Sie immer dann durchführen, wenn Sie einen größeren Teil eines Themas erfolgreich aufgelöst haben oder auch nach Intuition.

Während Sie den Gamut-Punkt klopfen
(siehe Abbildung - auf dem Handrücken in der Mulde zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger), führen Sie neun kurze Aktionen aus:

1. Augen schließen
2. Augen öffnen
3. scharf nach unten rechts schauen (Kopf dabei gerade halten)
4. scharf nach unten links schauen (Kopf dabei gerade halten)
5. mit den Augen einen Kreis beschreiben
6. mit den Augen einen Kreis in die andere Richtung beschreiben
7. ein paar Takte eines Lieds summen
8. schnell von 1 bis 5 zählen
9. nochmals ein paar Takte eines Lieds summen

Das mag Ihnen anfangs komisch vorkommen, nach einer Weile werden Sie vielleicht spüren, dass es Ihnen gut tut.

Überprüfung

7. Stress-Skala
Wie hat sich jetzt der Wert auf der Stress-Skala verändert? Ist er weniger geworden? Oder mehr?

Oder gibt es ein anderes Gefühl, was sich verstärkt hat? Dann mit dem NEUEN GEFÜHL weiter klopfen!

8. Klopf-Durchgang
Jetzt kann der Einstimmungssatz wegfallen! Sie klopfen einfach weiter alle Punkte durch und benennen dabei das AKTUELLE Gefühl, was Sie JETZT spüren - egal ob im Körper oder als Emotion!

AUSATMEN!

9. Stress-Skala - was hat sich verändert?
Denken Sie an das ursprüngliche Problem und bewerten Sie Ihr Gefühl, was JETZT dabei aufsteigt, erneut auf der Skala von 0 bis 10.
Was hat sich verändert?

Wert gesunken?
Weiterklopfen mit dem aktuellen Gefühl!

Was ist wenn?

...der Stress-Wert angestiegen ist?
Auch ein gutes Zeichen! Prüfen Sie, was sich verändert hat und jetzt im Vordergrund steht und passen Sie den Einstimmungssatz entsprechend an, z. B. wenn anstelle der ursprünglichen Wut jetzt eher Trauer im Vordergrund steht. Sie nähern sich auf jeden Fall des Pudels Kern!

Kommen heftige Tränen oder heftigere Reaktionen, klopfen Sie auf jeden Fall weiter alle Punkte durch, auch wenn Ihnen keine Sätze einfallen. Atmen Sie bei jedem Klopfpunkt tief aus, bis Sie wieder mehr in Balance sind.

Haben Sie die Befürchtung, Sie könnten etwas lostreten, mit dem Sie allein nicht fertig werden würden, klopfen Sie einfach ein paar Runden unspezifisch und atmen sie dabei ganz bewusst. Eile mit Weile!

Sie können auch die Klopfsession beenden und unsere Mutmachhotline anrufen unter 017224232020 oder sich professionelle Unterstützung bei unseren ATEB EFT Praktikern suchen.

...der Wert gleich geblieben ist?

Auf der Seite Tipps & Feinheiten finden Sie eine Reihe von Gründen, warum es grade nicht funktioniert. Einer der Hauptgründe ist oft, dass noch irgendwo ein heimlicher Innerer Widerstand in Ihrem Unterbewusstsein spukt. Schauen Sie, welche Widerstände Sie davon abhalten, jetzt dieses Problem zu lösen und klopfen Sie diese durch. Wiederholen Sie dann den normalen EFT - Durchgang und sagen Sie den positiven Teil:

"... bin ich völlig okay, so wie ich bin!" besonders laut und mit Nachdruck!

Nichts tut sich...

Hat sich nach maximal vier Durchgängen nichts getan, überprüfen Sie noch einmal Ihren Einstimmungssatz und ändern ihn ab. Unter Tipps & Feinheiten finden Sie weitere Hinweise auf mögliche Ursachen einer mangelnden Wirkung. Sollte auch das nichts bringen, rufen Sie mich an oder wenden sich an einen anderen erfahrenen EFT- Therapeuten.

In unserem Buch "Klopf-Akupressur - Schnelle Selbsthilfe mit EFT in der Gräfe & Unzer Ratgeberreihe finden Sie viele ausführliche Hinweise, wie Sie EFT für sich und andere anwenden können. Aber auch das beste Buch nutzt nichts, wenn man es in der Ecke liegen läßt, statt das Gelesene in die Tat umzusetzen!

WICHTIG: Bitte werfen Sie die Flinte nicht ins Korn, wenn sich bei Ihnen scheinbar nichts tut. Es liegt oft an Kleinigkeiten, die ein Laie schnell übersieht. Die Technik funktioniert, egal unter welchem Namen sie angeboten wird. Das "Gewußt wie" ist aber nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Daher legen wir in unseren Seminaren auch so viel Wert auf Üben Üben Üben und haben Raum und Zeit für Ihre Fragen!

Kurz gefasst: Die Klopftechnik in sieben Schritten

Machen Sie sich keine Gedanken darüber, dass das alles noch nach sehr viel aussieht! Es ist wie beim Radfahren. Die Beschreibung, wie es funktioniert, ist wesentlich umfangreicher, als sich auf das Rad zu setzen und loszufahren. Außerdem können Sie jederzeit die kostenlose EFT-Telefonhotline nutzen, in der mein Mann und ich mit Ihnen gerne einen kleinen Probe-Klopfdurchgang machen. Die aktuelle Telefonnummer finden Sie unter Telefonhotline

1. Beschreiben Sie Ihr Problem genau.
Es ist wichtig, das Problem so präzise und lebendig wie möglich zu beschreiben. Nennen Sie "das Kind beim Namen"! So weiß Ihr Unterbewusstsein um so klarer, woran es arbeiten soll. Vor allem, benutzen Sie genau die Sprache und die Worte, die Sie nehmen würden, wenn Sie ganz allein sind, Ihnen niemand zuhört und Sie alle Höflichkeit und gute Erziehung völlig beiseite lassen. Fragen Sie sich auch, ob Sie wirklich bereit sind, dieses Problem jetzt loszulassen.

Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich auf jeden Fall kompetente Unterstützung!

Teilaspekte
Grundsätzlich ist es angebracht, ein Problem auf seine Aspekte hin zu prüfen. Welcher Teilaspekt bereitet am meisten Stress oder Unbehagen? Unterteilen Sie ein Problem in einzelne Teilaspekte, z. B. den Ekel vor den haarigen Spinnenbeinen separat und die Angst vor der Unberechenbarkeit von solch einem Tier. Klopfen Sie einen Aspekt nach dem anderen und Sie werden sehen, das große Problem verschwindet möglicherweise schneller als gedacht.

2. Welches Gefühl?
Welche Emotion oder welches Körpergefühl ruft Ihr Problem bzw. der Teilaspekt JETZT IN DIESEM MOMENT in Ihnen hervor?
Spüren Sie eine körperliche Reaktion? Wenn ja, wo spüren Sie sie? In welcher Form? Wie stark ist dieses Körpergefühl?
Sie können sich auch innerhalb von zwei Minuten alles notieren, was Ihnen spontan zu Ihrem Problem einfällt, ohne es zu zensieren. Es ist egal, wie merkwürdig es sich vielleicht anhören mag, Ihr Unterbewusstsein weiß schon, was es Ihnen "schickt". Welche Emotionen / Körperreaktionen rufen die einzelnen Aspekte in Ihnen hervor?

3. Belastungs- oder Stress-Skala
Bilden Sie aus den einzelnen Punkten Sätze in Ich-Form, das sind die so genannten Aspekte Ihres Problems. Also bei Angst vor der Unberechenbarkeit der Spinnen sagen Sie: "Ich habe Angst vor dieser Unberechenbarkeit der Spinnen!" Stufen Sie die Intensität der negativen Emotion eines jeden Aspekts auf der Skala von 0 bis 10 ein, 0 für keine Belastung, 10 für den höchsten Stress.

4. Einstimmung
Fangen Sie mit dem Aspekt an, der den meisten Stress verursacht. Bilden Sie dazu den passenden "Auch wenn..."-Satz und machen Sie die Einstimmung, während Sie den "Wunden Punkt" reiben oder den Handkantenpunkt beklopfen.

5. Klopfdurchgang
Mit den passenden Klopfsätzen, die das körperliche oder emotionale Gefühl beschreiben, klopfen Sie jetzt alle angegebenen Punkte durch und atmen Sie zum Schluss tief aus.

6. Zwischenkontrolle
Sagen Sie laut den den ursprünglichen Satz zu dem ausgewählten Aspekt, den Sie gerade geklopft haben z. B. "Ich habe Angst vor...." und spüren Sie, was sich verändert hat. Wenn die Intensität deutlich abgenommen hat, passen Sie den Einstimmungssatz und die Klopfsätze entsprechend an. Fahren Sie fort, bis Sie auf 0 sind. Machen Sie das mit allen Aspekten Ihres Problems.

7. Endkontrolle
Kontrollieren Sie das Ergebnis, indem Sie versuchen, sich in den ursprünglichen emotionalen Zustand Ihres Problems zurück zu versetzen. Wenn Ihnen das nicht mehr möglich ist, ist die Emotion neutralisiert und Sie sind fertig mit Ihrer Selbstbehandlung.

Ein Klopfdurchgang dauert höchstens eine halbe Minute, wenn Sie das Brainstorming weg lassen. Um ganz sicher zu sein und auch die vielen Feinheiten kennen zu lernen, die sich über Papier nicht so gut vermitteln lassen, empfehle ich, zumindest ein Einführungsseminar zu besuchen. Dort gibt es viel Gelegenheit zu Üben und viel Raum für Fragen und Antworten. Mehr darüber finden Sie auf www.eft-akademie.info

Aus gegebenen Anlass weise ich ausdrücklich darauf hin: wenn Sie im Fernsehen, in Büchern oder auf Webseiten sehr ähnliche Klopfversionen finden, handelt es sich dabei nicht immer um das Original EFT. Klopftechniken werden als angebliche Weiterentwicklungen inzwischen unter den verschiedensten Namen vermarktet. Ich überlasse es völlig ohne Wertung Ihrem Bauchgefühl, zu was Sie Resonanz haben...

Übrigens: diese Klopfanleitung dürfen Sie gerne für sich privat nutzen! Eine gewerbliche Nutzung ist nicht erlaubt!

Viel Erfolg!


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