Sexualität

Lust & Frust - EFT in Beziehungen

Sowohl der Ehemann, als auch der Geliebte bringt die Frau zum Wahnsinn - jeder auf seine Weise...
(Andrzej Majewski)

Eines der wichtigsten Dinge für die allermeisten Menschen ist das Thema Beziehungen. Beziehungen zum Partner, zur Familie, zu Freunden, Arbeitskollegen, zu Eltern, zu Kindern, wir sind eingesponnen in eine weitläufiges Netz von Beziehungen, und ein Großteil unseres Wohlbefindens hängt davon ab, wie sich die einzelnen Fäden anfühlen. Ist das Netz lose, an manchen Stellen zerfranst, ist es zu eng, schränkt es uns ein oder lässt es uns Raum, wir selbst zu sein?

Ich möchte hier nicht auf die vielfältigen Ursachen für Schwierigkeiten in Beziehungen eingehen, die sich mehr an der Oberfläche bewegen, sondern grundlegende Ursachen betrachten.

Verlustängste
Das tiefste und erste Gefühl, was uns schon als neugeborenes Baby traumatisieren kann, ist die Verlustangst. Viele neugeborene oder auch ältere Babys und Kinder werden aus den verschiedensten Gründen von ihren Eltern getrennt, meist wegen Krankheit der Mutter oder des Babys / Kindes. Das ruft in den Kindern einen mehr oder weniger tiefen Schock hervor, denn von der Mutter getrennt zu sein bedeutet erst einmal in akuter Lebensgefahr zu schweben. Das ist kein rationaler Grund, sondern etwas sehr archaisches, das seinen Ursprung in den Erfahrungen der Höhlenmenschen hat, die in unseren älteren Gehirnteilen gespeichert sind.

Angst vor Nähe kontra Sehnsucht nach Nähe
Aus diesem ersten Trauma resultiert oft später einerseits ein großes Bedürfnis nach Wärme und Nähe und andererseits aber auch eine Abwehr dagegen, so als wollten wir uns unbewusst davor schützen, noch einmal so einen Schmerz zu erleben. Es ist uns obendrein oft gar nicht bewusst, dass Probleme in Beziehungen, besonders innerhalb einer Partnerschaft mit diesem Thema zusammen hängen, weil wir uns in der Regel nicht mehr daran erinnern.

So inszenieren wir vielleicht unbewusst Kräche und Szenen, damit wir uns ja nicht zu nahe kommen und doch auch wieder nah kommen können in Form von Wutausbrüchen und einer möglicherweise anschließenden Versöhnung. Das scheint ein Paradox zu sein, aber die meisten von uns haben auch gelernt, dass man in der Wut eine andere Art von Nähe finden kann. Sonst gäbe es nicht so viele Menschen, die sich mit viel Eifer und Energie tagtäglich streiten! Obendrein ist diese Form des Umgangs miteinander auch eine Entladung der Spannung zwischen zu viel Nähe und der Abwehr und dem daraus resultierenden Frust, sich doch nach Wärme und Nähe zu sehnen.

Bedürfnisse äußern
Menschen, die dieses oder ähnliche frühe Traumen erlitten haben, haben in der Regel große Schwierigkeiten ihre Bedürfnisse adäquat zu äußern. Da einer der Schutzmechanismen vor Schmerz das Ausschalten von Gefühlen ist, spüren sie auch nur sehr schwer, was ihnen gut tut, geschweige es dann auch formulieren zu können. Denn vor allem anderen steht der tiefe Wunsch nach Nähe und Zuwendung, der aber im tiefsten Inneren durch ihre Erfahrung mit soviel Schmerz besetzt ist, dass er alles andere ebenfalls blockiert. Der Ausweg für die meisten Menschen ist dann, sich so rational wie nur möglich zu verhalten. So erhalten sie die Illusion aufrecht, Ereignisse ließen sich kontrollieren und damit auch ein möglicher Schmerz vermeiden.

Vertrauen in und auf Beziehungen
Die Auswirkung des bis jetzt Gesagten auf unsere Beziehungen geht tiefer, als wir es manchmal wahrhaben wollen, auch bei Männern, die naturgemäß noch größere Schwierigkeiten damit haben, ihre Gefühle zu äußern als Frauen. Vertrauen innerhalb einer Partnerschaft bedeutet auch den tiefen Wunsch zu hegen, so angenommen und geliebt zu werden, wie man ist - eigentlich wie einen die Eltern hätten annehmen sollen. Nur wenn es da schon nicht geklappt hat, wie soll es dann mit einem Partner klappen? So ist das unterschwellige Gefühl vieler Menschen von Misstrauen geprägt und dem Glaubenssatz, wie soll ich wirklich geliebt werden, wenn ich noch nicht mal für meine Eltern liebenswert genug war?

Da unsere unbewussten Überzeugungen unsere Realität prägen, bringt uns in einen Teufelskreis: wir sind der Überzeugung, wir wären nicht wirklich liebenswert, wir strahlen diese innerste Überzeugung wie ein Radiosender aus und unsere Umgebung spiegelt uns getreulich genau das, was wir glauben und bestärken durch die konkreten Erfahrungen unseren Glauben auch noch. In diesem Teufelskreis haben wir keine Wahl - vor allem, wenn wir gar nicht wissen, welche Ursachen unsere Beziehungsprobleme wirklich haben.

Mangelndes Selbstwertgefühl
Ein geringes Selbstwertgefühl und die Tendenz, sich immer hinten an zu stellen und unter zu ordnen, ist ebenfalls häufig zu finden. Das führt dazu, dass diese Menschen immer wieder in Lebensumstände geraten, in denen sie ausgenutzt und unterdrückt werden und sich nur sehr schwer dagegen wehren können. Sie denken, sie würden nur geliebt, wenn sie freundlich und hilfsbereit sind und haben das Wort NEIN vergessen. Das führt auch oft dazu, sich in eine Krankheit zu flüchten, weil das in ihren Augen die einzige Legitimation ist, sich einen gewissen Freiraum zu erlauben. Zudem kommt die Meinung und Erfahrung dazu, dass man in einer Krankheit auch Aufmerksamkeit bekommt, die man sonst nicht einzufordern wagt.

Freiheit contra Nähe
Ein weiteres weit verbreitetes Muster ist die Tendenz von Männern, sich zu entziehen und die der Frauen zu klammern. Dazu möchte ich ein Buch von Michael Mary empfehlen: "Schluss mit dem Beziehungskrampf - wie Männer mehr Freiheit und Frauen mehr Nähe in Beziehungen leben können".

Hier geht es um sehr tief verwurzelte geschlechtsspezifische Muster, die viele Beziehungen stören und letztendlich zum Scheitern bringen können. Die Ängste der Männer, ihre Freiheit in einer Beziehung aufgeben zu müssen, lassen sich ebenso wie das Verlangen der Frauen nach Nähe mit EFT sehr gut bearbeiten.

Änderung der Glaubenssätze
Mit EFT haben wir aber die Möglichkeit, diese innersten Glaubenssätze energetisch zu entschärfen und sie auch zu ändern - wir ändern damit auch das, was wir ausstrahlen und damit auch das, was wir an Erfahrungen erleben. Zudem haben wir die Chance, einen Großteil unserer emotionalen Abhängigkeiten von äußerer Zuwendung aufzulösen und damit für uns selbst die Möglichkeit schaffen, uns stärker und sicherer zu fühlen.

Probieren Sie es aus! Sie können für Ihre Partnerschaft und für sich nur gewinnen! In dem Transformations-Programm auf Mallorca arbeiten Robert und ich auch mit Paaren an ihren Problemen, was besonders hilfreich ist, da sozusagen für jeden Teil ein Ansprechpartner da ist und auch andere Sichtweisen dadurch leichter angenommen werden können.

Kontakt | Weitere Links | Impressum