Aufgehört

Selbstsabotage - Aufgehört trotz Erfolg
Was bringt manche Menschen dazu, mit EFT aufzuhören, obwohl sie sehr gute Erfolge hatten - gerade bei schweren Krankheiten und Störungen? Wenn man sie nach dem Grund fragt, kommen Antworten wie:

- Ich hab nicht mehr daran gedacht.

- Ich weiß nicht, warum ich aufgehört habe.

- Eigentlich sollte ich wieder anfangen.

Das hört sich oft alles etwas vage an, es fehlt irgendwie die Überzeugung - OBWOHL EFT GUT GEWIRKT HAT!!! Trotzdem ist die Person wieder im Sumpf der alten Zustände gelandet. Warum ist das so?

Ach ja, die guten Vorsätze!
Wir kennen es alle: Silvester sind wir voll guter Vorsätze für das neue Jahr! Das werde ich ändern, so geht es nicht weiter, ich mache es jetzt anders, etc... Relativ kurze Zeit später finden wir uns im alten Schlendrian wieder. Bis zum nächsten Jahr!

Oder wir haben eine Beziehungskrise und schwören hoch und heilig, unser Verhalten zu ändern, weil wir ja einsehen, dass es falsch war... Bis zum nächsten Krach!

Oder wir wollen unser Essverhalten ändern, beginnen eine Diät, nehmen sogar ab und einige Zeit später haben wir die Pfunde wieder auf den Hüften.

Die Raucher unter uns können ein Lied davon singen! Wie oft haben sie aufgehört oder versucht, aufzuhören und es hat nicht oder nur kurz funktioniert?

So geht es auch Menschen, die eine unter oft schon chronischen gesundheitlichen Störungen leiden. Sie haben schon vieles probiert, sie sind offen für alternative Heilmethoden, sie haben mit EFT schon teils verblüffende Erfolge erzielt - und doch hören sie auf zu klopfen und fallen wieder auf den vorigen Status zurück! Einer der Gründe dafür kann folgendes Phänomen sein:

Die Beziehung zu Symptomen
Auf eine Art besteht mit jedem Symptom, was wir haben, eine Beziehung, vor allem mit chronischen oder sehr einschränkenden Symptomen. Ein Symptom oder Symptomenkomplex bestimmt auf sehr vielfältige Weise unser Leben, es gehört zu uns, es ist uns treu, wir schenken ihm Aufmerksamkeit, Zuwendung, Energie, es beschäftigt uns, es ruft ganz bestimmte Gefühle hervor, es schützt uns und begleitet uns und wir können uns nach einiger Zeit gar nicht mehr vorstellen, wie es war oder sein könnte ohne das Symptom. Es ist wie eine Beziehung zwischen Menschen oder mit einem Haustier, eine starke emotionale Bindung, selbst wenn es eine Hassliebe ist.

Wir sind als soziale Wesen immer darauf aus, mit allem, was uns umgibt in Beziehung zu treten. Wir erleben uns im Kontext von Aktion und Reaktion mit unserer Umgebung. Da menschliche Beziehungen oft von Enttäuschungen und Desillusionierungen geprägt sind, haben Symptome einen ähnlichen Status wie Haustiere, auch wenn man sich über sie ärgert und sie einem wirklich ernsthafte Schwierigkeiten bereiten, besteht eine emotionale Bindung. Diese emotionale Bindung ist nicht zu unterschätzen, denn wenn wir nun mit EFT lang anhaltende Symptome behandeln und sie verschwinden, kann uns das große Schwierigkeiten machen, weil wir ein Gefühl des Verlustes haben.

Manche Menschen erleben mit EFT eine Befreiung von ihren Problemen und anstatt wirklich glücklich zu sein, fallen sie in ein emotionales Loch oder entwickeln andere ähnliche Symptome, weil da plötzlich eine innere Leere ist, eine enge emotionale Beziehung ist plötzlich beendet und das ist für manche Menschen wie Sterben.

Zudem ist ihr Symptom ein wichtiger Teil ihrer Selbstwahrnehmung, ihres Identitätsgefühls. Wenn sich nun das Symptom verabschiedet, verschiebt sich diese Ich-Wahrnehmung und das kann einen heftigen Widerstand hervorrufen, wenn er nicht beachtet und mit bearbeitet wird.

Symptome als treue Freunde
Symptome sind auf eine Art wie lebendige "Wesenheiten . Fragt man Menschen danach, ob das Symptom einen Namen hat, kommt meist spontan eine Antwort. Es hat eine bestimmte Form, eine bestimmte Farbe, es vermittelt bestimmte Gefühle und das alltägliche Leben richtet sich an dieser "Wesenheit Symptom aus. Es ruft eine bestimmte Resonanz hervor und bestimmte Verhaltensmuster, die denen menschlicher Beziehungen ähneln.

Nun beginnen wir mit Hilfe von EFT Symptome loszulassen und es ist, als würden wir jemand Wertvolles verlieren, eine Beziehung mit all den Energien und Mustern, die uns unsere eigene Identität auf ganz besondere Art hat spüren lassen und in der wir uns sicher fühlen, und nun sollen wir das alles verändern, loslassen? Einen Teil von unserem Leben, unserer Identität loslassen? Niemals!! Dann suche ich mir schnell etwas ähnliches, damit ich mich genauso wie vorher fühle! Es ist wie mit einem Haustier, es mag zwar Ärger machen und lästig sein und wir wollen es manchmal wirklich gerne am Straßenrand lassen, und doch, wenn es plötzlich weg ist, fühlen wir uns leer, es fehlt etwas, wir trauern und wir wünschen uns vielleicht heimlich, es käme zurück.

Das ist einer der Gründe, warum es manchmal zu Rückschlägen kommt, oder EFT nicht zu wirken scheint, weil das Loslassen einer engen Beziehung mit das Schwerste ist, was wir erleben können, es bereitet nachweislich den meisten Stress. Was wir hier tun können, ist das Symptom als eigenständige Wesenheit zu betrachten. Wie fühlt es sich mit uns? Was ist seine positive Absicht? Was möchte es erreichen? Könnte es sich von uns trennen? Oder wir uns von ihm? Alles, was zu diesen Fragen in unseren Sinn kommt, können wir klopfen, auch stellvertretend für das Symptom. Diese Vorgehensweise ist besonders angebracht bei hartnäckigen, lang andauernden Symptomen, chronischen Zuständen und immer wieder kehrenden Dingen. Es lohnt sich, auf die Feinheiten zu achten und vor allem, die Beziehung als solche zu respektieren, denn sie gehört zu unserem Erlebnisrahmen und den verändert man am besten nur sacht und behutsam, so wie man wächst. Unmerklich Tag für Tag und doch auf längere Sicht heißt es dann: Was bist du gewachsen!

Annehmen was ist - dann loslassen
Annehmen was ist bringt Frieden und dieser Grundsatz gilt auch hier. Wir müssen auch das Symptom annehmen als etwas Wertvolles und Wichtiges, denn Fakt ist, egal wie sich ein Symptom darstellt: wir haben eine Beziehung damit und es gehört zu uns, und jede Veränderung dessen kann eine Abwehr in uns hervorrufen. Mit dieser Erkenntnis und entsprechendem Respekt lässt sich vielmehr erreichen, als "wüstes Tappen", um das Symptom um jeden Preis loszuwerden! Es geht hier nicht nur um Liebe zu uns selbst so wie wir sind mit unseren guten Teilen, sondern auch mit all unseren Außen- und auch Innen-Beziehungen. Lieben bedeutet auch respektieren - und so klopfen wir unsere liebsten Symptome mit Liebe und Freundlichkeit zur Haustür hinaus, wenn wir beginnen zu realisieren, dass sie uns nicht mehr länger zuträglich sind.

Die Leere füllen
Eine gute Lösung ist es, die Leere, die durch die Auflösung eines Themas oft auftritt, zu füllen. Da wir uns aber manchmal nicht vorstellen können, womit, laufen wir Gefahr, es wieder mit dem alten gewohnten Krempel zu versuchen, so sehr auch ein Teil von uns das nicht will. Eine gute Idee ist, hier mit Farbe zu arbeiten. Fragen Sie sich, welche Farbe Sie brauchen, um das Loch zu füllen und die erste Farbe, die kommt, nehmen Sie und stellen sich vor, dass sie in Sie einfließt. Probieren Sie es einfach mal aus!

Mehr über die Wirkung von Farben in Kombination mit EFT finden Sie in meinem Artikel, der in Gary´s Newsletter erschienen ist: Using Colour to get the core issue behind a headache

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